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Artenschutz – Humboldt-Pinguine und Bio-Fisch

Hauptursache der Bedrohung des Humboldt-Pinguins ist die Zerstörung seines Lebensraumes vor allem durch Überfischung. Aqua-Kulturen erzeugen weltweit bereits rund 29 % der Fischproduktion. Mit den Fisch-Zuchten verband sich die Hoffnung, das Ökosystem Meer zu entlasten und so zu seiner Rettung beizutragen. In Wirklichkeit verursachen viele Aqua-Kulturen gravierende ökologische und soziale Schäden. Die Stichworte lauten: Überdu?ngung der Gewässer, Einsatz von Antibiotika, Verlust wertvoller Flächen z.B. Mangroven, gesundheitliche Schäden der Mitarbeiter. Zu all dem trägt der Einsatz von Fischmehl in den Futtermitteln zur Überfischung und nicht zur Entlastung der Weltmeere bei. Konsumenten in aller Welt werden so ungewollt zu Nahrungskonkurrenten bedrohter Meerestiere wie z.B. dem Humboldt-Pinguin. Aktuell arbeiten Wissenschaftler wie Prof. Schulz von der Universität Kiel daran, die Anteile des Fischmehls im Futter soweit wie möglich durch pflanzliche Rohstoffe zu ersetzen. Einen Ausweg aus dem Dilemma bieten ökologische Fischzuchten wie die von Naturland zertifizierte Forellenzucht Weldener Wasserwerk bei München. Sie nutzen nur nachhaltig produziertes Futter, das dafür benötigte Fischmehl und Fischöl wird aus Fischresten z.B. von den Vereinigten Fischmehl Werke in Cuxhaven hergestellt. Ökologische Zuchten verpflichten sich auch, Fische artgerecht zu halten und schädliche Emissionen zu vermeiden.

Sendetermin:
Freitag, 07. Dezember 2018 - 07:49 Uhr



 

Verantwortlich: W. Knauf